Ich spiele gelegentlich Metal, aber wenn dann ist der Verstärker amtlich, und ich habe einen guten Vergleich zu meinem Dual Rectifier.
Aber er kann einiges mehr als „nur Metal“. Ich spiele Funk, Blues, Classic Rock, und auch da ist er vielseitig und sehr gut. Ich habe knapp 15 Verstärker hier und kaum einer kann so transparent die einzelnen Saiten wiedergeben.
Die Möglichkeit ihn auf ein Watt zu dimmen ist toll, auch wenn es mit der Engl 212 Box noch immer nicht Zimmerlautstärke wird, wenn man nicht auch den Master zurückdreht. Aber es ist Vollröhre und das hat eben Wucht.
Im Master gedrosselt reagiert er mit Lautstärkeunterschieden auf Dynamik im Spiel, aufgedreht mit feiner Abstufung in der Zerre. Röhre eben, und auch wenn man mittlerweile zu den digitalen kaum einen Unterschied hört, man spürt ihn. Ob Physik oder Einbildung, da kann man sich streiten; ich find es aber einiges besser als die digitalen, die ich aber live oder auf Reisen durchaus mag.
Apropos Digital: ich hab ihn vor allem wegen der eingebauten IR; aber auch die Effekte sind toll. Die kann man schön über MIDI CC einzeln schalten. Nur kann man aus unerfindlichen Gründen den Kanal nicht mit CC wechseln; alles andere geht.
Kanal geht mit Program Change, aber eben als 128 Presets, die den Schaltzustand aller anderen Features auch mit umstellt. Preset eben. Schade, ich schalte vor allem beim Aufnehmen oder Jamen gerne alles einzeln, auch weil man so viele Kombinationen schalten kann für die es Unmengen Presets bräuchte. Das ist der eine Stern Abzug bei den Features, wenn auch auf sehr hohem Niveau. Aber nahe an Perfekt sind es halt die Kleinigkeiten, die auffallen.