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F
Wenn der Bypass wehtut...
Ich kenne das Original nur vom Bildschirm und den Mythen aus alten Produktionsdokus. Als ich den Heritage 670N sah, habe ich beschlossen, ein paar Monate nur Kartoffeln zu futtern, um mir das Gerät leisten zu können. War’s die Mangelernährung wert? JA!
Haptik: Der Herchild 670N hinterlässt bereits beim ersten Kontakt einen wirklich hochwertigen Eindruck. Verarbeitung und Haptik sind auf einem Niveau, das man in dieser Preisklasse erwarten darf – vielleicht sogar leicht darüber. Alle Drehregler und Schalter wirken präzise, haben kein Spiel und lassen sich sauber bedienen (feine Rasterung, vielleicht etwas leichtgängig - ich mags). Die beleuchteten VU-Meter sind gut ablesbar und ein schönes Detail ist, dass sie im Bypass ausgehen. Dadurch ist jederzeit klar, ob das Gerät tatsächlich im Signalweg arbeitet.
Getestet habe ich den 670N bisher vor allem auf Vocals, Akustikgitarrensummen und einigen Mastering-Summen. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung – und das Gerät liefert.
Klang: Bei Vocals fällt sofort eine sehr hochwertige Veredelung auf: Das Signal wird stabilisiert, ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Stimmen sitzen besser im Mix und wirken gefestigter. Bei Akustikgitarren – insbesondere auf Summen – entsteht eine warme, dicke Verdichtung. Der Klang bekommt mehr Fundament und wirkt runder und zusammenhängender, ohne dabei an Detail zu verlieren. Da passiert gefühlt so einiges. Mit ein wenig Rumprobieren erzeugt man diese „Wärme“ die wirklich Klang formt. Toll!
In meiner Hauptanwendung, dem Mastering nach einem analogen EQ, spielt der 670N seine Stärken besonders aus. Die Verdichtung ist einfach unglaublich „musikalisch“: Sie kann auch relativ neutral und kontrolliert arbeiten, lässt sich aber ebenso gezielt und deutlich zur Färbung und Charakter bewegen. Genau hier zeigt sich der eigentliche Reiz. Die Zeitkonstanten sind sinnvoll abgestuft. Die ersten vier eignen sich aus meiner Sicht eher für Einzelspuren oder kleinere Subgruppen (je nachdem auch was man will), während die Positionen 5 und 6 klar in Richtung Bus- und Mastering-Anwendungen gehen. Je nach Setting wird der 670N dann ein echtes Charakter-Werkzeug.
Lateral und Vertikal-Modes wurden auch ausprobiert – und ja, hier kann man schon schneller mal in die falsche Richtung galoppieren und sich die Summe zerschießen, wenn man Blödsinn macht. Will sagen, hier muss man natürlich aufpassen, aber dass das Gerät die Funktion mit an Board hat, ist phantastisch. Da ich am Ende meiner Kette allerdings einen Elysia XMax nutze, um die Mitten und Seitenbänder fein (und vor allem neutral) zu formen, wird die Funktion bei mir im Mastering wahrscheinlich nur gelegentlich zur Anwendung kommen.
Preis-Leistung: Als jemand, der in einem Hybrid-Setup arbeitet, bin ich sehr dankbar für die Qualität moderner Software – und habe lange mit mir gehadert/gehungert, ob eine Investition in dieser Größenordnung wirklich sinnvoll ist. Für reine Haptik gibt man schließlich keine 3000 Euro aus. Ich muss schon sagen, kein Software-Kompressor macht das, was der 670N macht. Ist einfach so. Deshalb halte ich die Anschaffung für gerechtfertigt, sofern man gezielt nach purem analogen Charakter sucht. Der „Mojo“, den man sich von einem solchen Gerät erhofft, ist hier tatsächlich vorhanden – hörbar und fühlbar – und selbst in relativ heftigen Einstellungen (jenseits von Lat/Vert) klingt der Heritage stets gut, analog, warm - und ja, er verändert Klang in eine gewisse Richtung, die mich beeindruckt hat. Dass in dieser Version nur vier statt der ursprünglichen 22 Röhren verbaut sind, ist für mich persönlich kein Nachteil. Allein der Gedanke ein 22-Röhren-Gerät zu warten, macht mich extrem unruhig.
Der Herchild 670N ist natürlich kein universeller Problemlöser, sondern aus meiner Sicht ein gezielt einzusetzendes Klangwerkzeug. Wer einen transparenten Kompressor sucht, ist hier sicher falsch. Wer aber Wert auf musikalische Verdichtung und analogen Charakter legt, bekommt genau das, nämlich einen Kompressor, der nahezu immer einem Signal Charakter verleiht. Ein Gerät für viele Anwendungsbereiche und (hoffentlich) hoher Lebenszeit. Deshalb geht der Preis (auf lange Sicht) für mich in Ordnung.
Haptik: Der Herchild 670N hinterlässt bereits beim ersten Kontakt einen wirklich hochwertigen Eindruck. Verarbeitung und Haptik sind auf einem Niveau, das man in dieser Preisklasse erwarten darf – vielleicht sogar leicht darüber. Alle Drehregler und Schalter wirken präzise, haben kein Spiel und lassen sich sauber bedienen (feine Rasterung, vielleicht etwas leichtgängig - ich mags). Die beleuchteten VU-Meter sind gut ablesbar und ein schönes Detail ist, dass sie im Bypass ausgehen. Dadurch ist jederzeit klar, ob das Gerät tatsächlich im Signalweg arbeitet.
Getestet habe ich den 670N bisher vor allem auf Vocals, Akustikgitarrensummen und einigen Mastering-Summen. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung – und das Gerät liefert.
Klang: Bei Vocals fällt sofort eine sehr hochwertige Veredelung auf: Das Signal wird stabilisiert, ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Stimmen sitzen besser im Mix und wirken gefestigter. Bei Akustikgitarren – insbesondere auf Summen – entsteht eine warme, dicke Verdichtung. Der Klang bekommt mehr Fundament und wirkt runder und zusammenhängender, ohne dabei an Detail zu verlieren. Da passiert gefühlt so einiges. Mit ein wenig Rumprobieren erzeugt man diese „Wärme“ die wirklich Klang formt. Toll!
In meiner Hauptanwendung, dem Mastering nach einem analogen EQ, spielt der 670N seine Stärken besonders aus. Die Verdichtung ist einfach unglaublich „musikalisch“: Sie kann auch relativ neutral und kontrolliert arbeiten, lässt sich aber ebenso gezielt und deutlich zur Färbung und Charakter bewegen. Genau hier zeigt sich der eigentliche Reiz. Die Zeitkonstanten sind sinnvoll abgestuft. Die ersten vier eignen sich aus meiner Sicht eher für Einzelspuren oder kleinere Subgruppen (je nachdem auch was man will), während die Positionen 5 und 6 klar in Richtung Bus- und Mastering-Anwendungen gehen. Je nach Setting wird der 670N dann ein echtes Charakter-Werkzeug.
Lateral und Vertikal-Modes wurden auch ausprobiert – und ja, hier kann man schon schneller mal in die falsche Richtung galoppieren und sich die Summe zerschießen, wenn man Blödsinn macht. Will sagen, hier muss man natürlich aufpassen, aber dass das Gerät die Funktion mit an Board hat, ist phantastisch. Da ich am Ende meiner Kette allerdings einen Elysia XMax nutze, um die Mitten und Seitenbänder fein (und vor allem neutral) zu formen, wird die Funktion bei mir im Mastering wahrscheinlich nur gelegentlich zur Anwendung kommen.
Preis-Leistung: Als jemand, der in einem Hybrid-Setup arbeitet, bin ich sehr dankbar für die Qualität moderner Software – und habe lange mit mir gehadert/gehungert, ob eine Investition in dieser Größenordnung wirklich sinnvoll ist. Für reine Haptik gibt man schließlich keine 3000 Euro aus. Ich muss schon sagen, kein Software-Kompressor macht das, was der 670N macht. Ist einfach so. Deshalb halte ich die Anschaffung für gerechtfertigt, sofern man gezielt nach purem analogen Charakter sucht. Der „Mojo“, den man sich von einem solchen Gerät erhofft, ist hier tatsächlich vorhanden – hörbar und fühlbar – und selbst in relativ heftigen Einstellungen (jenseits von Lat/Vert) klingt der Heritage stets gut, analog, warm - und ja, er verändert Klang in eine gewisse Richtung, die mich beeindruckt hat. Dass in dieser Version nur vier statt der ursprünglichen 22 Röhren verbaut sind, ist für mich persönlich kein Nachteil. Allein der Gedanke ein 22-Röhren-Gerät zu warten, macht mich extrem unruhig.
Der Herchild 670N ist natürlich kein universeller Problemlöser, sondern aus meiner Sicht ein gezielt einzusetzendes Klangwerkzeug. Wer einen transparenten Kompressor sucht, ist hier sicher falsch. Wer aber Wert auf musikalische Verdichtung und analogen Charakter legt, bekommt genau das, nämlich einen Kompressor, der nahezu immer einem Signal Charakter verleiht. Ein Gerät für viele Anwendungsbereiche und (hoffentlich) hoher Lebenszeit. Deshalb geht der Preis (auf lange Sicht) für mich in Ordnung.
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B
Saftig, plastisch, nah und endlos analog.
Es gab seit der Anschaffung des Herchild 670N nicht einen Tag, an dem ich nicht ein Lächeln auf den Lippen hatte, wenn ich die großen Bypass-Switches auf ON schalte und mir alles direkt einen halben Meter näher kommt. Ich hatte natürlich nie einen echten Fairchild. Die Wenigsten können das von sich behaupten. Aber die Plugin-Emulationen haben mich immer relativ kalt gelassen. Das Beast hier macht nicht nur ein bisschen, es ändert deutlich die Soundwahrnehmung, auch wenn der der Kompressor wenig eingreift. Man kann es mit dem Herchild übertreiben und es gibt deswegen so viele Einstellungsmöglichkeiten um ihn an jede Quelle anpassen zu können.
Drums atmen und drücken - Check!
Bass - tief und leicht verzerrt - Wie ein Orient-Teppich!
Vocals - Absolute Sahne!
Man muss am Anfang etwas rumprobieren bis der Herchild so klingt, wie er soll, aber es lohnt sich.
Drums atmen und drücken - Check!
Bass - tief und leicht verzerrt - Wie ein Orient-Teppich!
Vocals - Absolute Sahne!
Man muss am Anfang etwas rumprobieren bis der Herchild so klingt, wie er soll, aber es lohnt sich.
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